Disc Golf Braunschweig

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Was ist Disc Golf?

Zunächst einmal: Ein Video sagt mehr als 1000 Worte...

 

Disc Golf hat große Ähnlichkeit mit dem bekannten Ball-Golf. Ein Parcours besteht aus mehreren Bahnen, die mit möglichst wenig Würfen absolviert werden müssen. So wie der Ball-Golfer je nach Situation zwischen verschiedenen Schlägern wählen kann, kommen beim Disc Golf unterschiedliche Scheiben (Discs) zum Einsatz, um die Aufgaben der Bahn bestmöglich zu absolvieren.

Am Abwurfpunkt einer Bahn verwendet man eine Scheibe, die möglichst weit fliegt. Für diesen "Tee-off" gibt es eine große Anzahl verschiedener Scheiben mit speziellen Flugeigenschaften, die man je nach Anforderungen der Bahn auswählen kann: flache Geradeaus-Flieger, Scheiben für enge Linkskurven, für weite Rechtskurven, solche für S-Kurven, ... Auch das Rollen der Scheibe - z.B. um unter einem Baumhindernis hindurch zu kommen - ist erlaubt. Es wird immer von dort weitergespielt, wo die Scheibe nach dem Wurf (oder Rollen) liegen geblieben ist.

Nach dem Tee-off folgt ggf. noch ein Annäherungswurf oder "approach", mit dem die Scheibe möglichst nah an den Korb herangebracht wird.

Das Ziel jeder Bahn ist ein Metallkettenkorb, in dem die Scheibe landen muss. Die Ketten, die am oberen Ring des Korbes aufgehängt sind, bremsen den Flug der Scheibe, so dass diese im runden Auffangkorb landen kann. Dadurch ist es möglich, auch schon aus großer Entfernung (mit viel Geschick - und Glück! - bis zu 20 oder 30m) zu putten. Genauso gut kann es aber passieren, daß man den Korb noch aus 3 Metern verfehlt...

Die Bahnen haben meist eine Länge zwischen 60 und 150m und sind meist so ausgelegt, daß sie von guten Spielern mit 3 Würfen zu schaffen sind. Bäume und Wasserhindernisse machen dabei den Spielern das Leben schwer, denn es muss immer von dort weitergespielt werden, wo die Scheibe liegen geblieben ist. Und das kann auch schon mal in einem Gebüsch sein!

Das Abknicken von Zweigen und Ästen ist dabei streng verboten und kann sogar zum Ausschluß des Spielers führen. Nach der unbedingten Rücksichtnahme auf Passanten, die in öffentlichen Anlagen eventuell eine Bahn kreuzen können, ist der Schutz der Natur das oberste Gebot beim Disc Golf. Dies geschieht nicht zuletzt zum Selbstzweck, denn nur so können wir sicherstellen, dass nachfolgende Spieler dieselben Bedingungen und Schwierigkeitsgrade vorfinden, damit die einmal erzielte Ergebnisse in Zukunft vergleichbar bleiben.

 

Wo wird Disc Golf gespielt?

Disc Golf ist ein entspannender Ausgleichssport für Spieler aller Altersklassen. Außer einer ruhigen Hand und einem ausgeprägten Frischluftdrang  (bei einer vollständigen Runde mit 18 Bahnen sind 2 - 2,5 Stunden Dauer keine Seltenheit!) sind keine weiteren Voraussetzungen erforderlich. Der Gang über den Parcours, unterbrochen von weiten und gleichzeitig präzise auszuführenden Würfen, schult Konzentration und Bewegungsapparat. Die Rücksichtnahme auf Passanten, Natur und Mitspieler erfordert eine gewisse soziale Kompetenz. Nachdem man einen Parcours mehrere Male absolviert hat, ist es durch die Berechnung des sogenannten Handicaps möglich, die Tagesleistung von Spielern verschiedener Leistungsstufen fair miteinander zu vergleichen.

 

Die wichtigsten Spielregeln

  1. Rücksichtnahme: Oberstes Gebot beim Disc Golf ist die Rücksichtnahme auf Mitspieler, Fußgänger und Tiere, sowie der schonende Umgang mit der Natur!
  2. Sicherheit: Jeder Spieler muss sich vor dem Wurf vergewissern, dass sich niemand auf der Spielbahn befindet. Die Mitspieler müssen sich immer hinter dem abwerfenden Spieler aufhalten.
  3. Abwurfreihenfolge: Zu Beginn werfen alle nacheinander vom Abwurf aus ab. Danach spielt immer derjenige als erstes weiter, dessen Disc am weitesten vom Ziel entfernt liegt. Ab der zweiten Bahn beginnt der Spieler, der an der vorigen Bahn am wenigsten Würfe gebraucht hat. Bei Gleichstand werden solange die Ergebnisse der vorigen Bahnen verglichen, bis die Reihenfolge feststeht.
  4. Wertung (Score): Liegt die Disc eines Spielers im Zielkorb, so ist für Ihn diese Spielbahn beendet. Die Anzahl der benötigten Würfe wird in die Scorekarte eingetragen. Gesamtsieger ist am Ende der Runde der Spieler mit der geringsten Gesamtwurfanzahl.
  5. Abwurfposition: Beim Abwurf vom Tee (Startpunkt) muss hinter der Teemarkierung begonnen werden. Nach dem Wurf darf die Markierung übertreten werden. Im weiteren Spielverlauf wird immer von dort weitergeworfen, wo die Disc liegen blieb. Dabei kann die Scheibe entweder liegen gelassen werden oder man markiert die Position der Disc mit einem "Marker" in Richung des Zielkorbes. Die Disc darf nun entfernt und auch für den nächsten Wurf, bei Bedarf, verwendet werden. Es muss immer direkt hinter der Scheibe bzw. dem Marker abgeworfen werden, auch wenn die Disc in einem Gebüsch oder hinter einem Baum gelandet ist - auch knifflige Lagen gehören zum Spiel! Sollte die Disc aufgrund eines Hindernisses nicht den Boden berühren, so markiert man direkt unterhalb der Scheibe (lotrecht) und spielt von dort weiter. Ausnahme: Kann von einer Scheibenposition nicht ohne Risiko abgeworfen werden oder ist die Disc nicht erreichbar, so hat ein Spieler die Möglichkeit, hinter dem Hindernis weiter zu spielen, kassiert dafür allerdings einen Strafpunkt (Score +1).

Wer es genauer wissen möchte, kann die deutsche Übersetzung der offiziellen PDGA-Regeln hier durchlesen.

 

Wie teuer ist Disc Golf?

Außer einer Scheibe wird zum Spielen einer Runde keine weitere Ausrüstung benötigt. Bereits mit einer Scheibe, die für ca. 10€ zu haben ist, kann man die ersten Runden beginnen. Anfängersets mit je einer Tee-Off-, einer Approach- und einer Putt-Disc gibt es schon für etwa 25€. An manchen Kursen ist es auch möglich, sich eine Grundausstattung an Scheiben zu leihen. Wer jetzt sofort loslegen möchte, findet hier einige Online-Shops, bei denen man sich über die neuesten Scheibenmodelle informieren (und auch gleich bestellen...) kann.

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